anders

Donnerstag, 22. September 2005

It's a non-stop disco

Wenn das alles wenigstens in irgendeiner Form anspruchsvoll wäre. Aber das ist es nicht. Es ist nur zum Lachen. Und dumm.

Well. I better go catch up with Frontiers.

Freitag, 2. September 2005

weh tun

"Klar, irgendwann wird es vermutlich noch mal verdammt weh tun."
Sehr richtig.

Gehe durch die Nacht.
"I'm comin' out of my cage and i've been doin' just fine"
höre ich mich murmeln, schwer atmend.
Da ist ein Schild. Links von mir. Werbung.
"Gotta gotta be down, because I wanted all"
Hole mit der rechten Faust aus und schlage es.
"It started out with a kiss, how did it end up like this
It was only a kiss, it was only a kiss"

Noch ein Schild. Zack!
"Now I'm falling asleep.
And she's calling a cab"

Beginne zu laufen. Schreie vor mich hin. Weiß nicht, was sonst helfen soll.
"While he's having a smoke
And she's taking a drag
Now they're going to bed
And my stomach is sick"

Schaue mich um. Bin im Stadtpark.
"And it's all in my head
But she's touching his chest
Now, he takes off her dress
Now, let me go"

Setze mich auf eine Bank und muss plötzlich würgen.
Spucken. Mich übergeben.
"I just can't look it's killing me
And taking control...
Jealousy, turning saints into the sea
Swimming through sick lullabies
Choking on your alibis
But it's just the price I pay
Destiny is calling me
Open up my eager eyes
'Cause I'm Mr. Brightside"

Liege oder sitze dort auf dieser Bank.
Und gehe zur Korbschaukel auf dem Spielplatz.
Beobachte die Bäume.
Noch einmal hole ich aus und schlage mit der Faust auf den großen alten Baum, der unter Naturschutz steht.
Weiß nicht, warum. Als ob das schlagen etwas ändern würde.
Will wahrscheinlich nur irgendetwas fühlen.
Öffne ein Gittertor.
Und finde mich am Grab meiner Großmutter wieder.
"Warum", frage ich sie immer wieder.
"Warum muss das so entsetzlich weh tun?"
Kann nicht mehr aufrecht stehen.
Stütze am Grab meiner Großmutter, die schon seit tausend Jahren tot ist.
Kannte sie kaum. Sie fehlt mir trotzdem.
Mehrere Minuten frage ich sie das, dann, als ich wieder gehen kann, verlasse ich den Ort.
Verabschiede ich mich von meiner Oma, und
die Uhr sagt: 75 Minuten laufe ich schon herum
die rechte Hand ist geschwollen
aber sonst war es doch ein netter Abend, nicht...?
"I'm coming out of my cage
And I've been doing just fine
Gotta gotta be down
Because I want it all..."


The Killers - Mr. Brightside (zum zweiten Mal Gast auf diesem Blog)

Sonntag, 28. August 2005

Rock am Schrott...

... hieß das ganze. Mehr Schrott als Rock. Wirklich. (Ich hoffe, keiner der Veranstalter liest das jetzt und fühlt sich beleidigt) Zuerst war es echt unglaublich... lang... und auch weilig. Langweilig. 1000 Gesichter, nicht ein bekanntes. Oh doch, da ist eins. Gut, endlich. Dranhängen. Telefonieren. Vier neue bekannte Gesichter, langwierige Begrüßungen. Kurz bei den vieren melden, aber wieder zurück zum ersten Gesicht. Das verabschiedet sich auch. Na toll. Dann: Ehemalige Klassenkameradin, juchu! Und kaum steht man dort, kommen die nächsten drei dazu. Irgendwie wieder mal toll, die alle wieder zu sehen. Zu reden, Neuigkeiten auszutauschen. Denn wie I., die erste Klassenkameradin die Leute beobachtend, sinnierte: "Eigentlich simma jetzt 5 Jahre in eine Klasse gegangen. Und irgendwie... is das eh alles fürn Oasch..." "Das ist immer so, glaub ich", meint S. Klar. Aber I. hat schon Recht. Da sollte man meinen, dass die Leute der ehemaligen Klasse, die man jeden Tag getroffen hat, irgendwie... öfters sehen würde. Dass die einem wichtig sind. Und zwar alle. Aber das ist einfach nicht so. In alle Himmelsrichtungen werden wir verstreut. Und nur noch selten kommt ein Teil von diesem Ganzen, das eigentlich nie wirklich eines war, zusammen und denkt über das nach. So wie wir heute. Der Schrott geht weiter, wir warten auf ein Feuerwerk, dass sich ankündigt, um Mitternacht. 00:12 Uhr: Nichts. Die schlechte Band singt weiterhin schlecht. 00:20: Endlich beginnt das Feuerwerk. Zuerst mau, dann, als wir schon wegen der Müdigkeit halb am Gehen sind, werden schätzungsweise 4000 Euro verpulvert. Silvester 2003 war glaube ich mein letztes Feuerwerk. War wieder mal toll. Und dann die Heimfahrt mit dem Pärchen. S. wird mir irgendwann noch sehr sehr fehlen, das merke ich jetzt. Und wir reden im Auto und ich verschalte mich vor der Kurve. Gelächter. Die zwei steigen aus und ich fahre noch weiter, will noch nicht heim, treffe einen alten Freund und den Freund Red Bull, der mich aufgedreht macht. Und ich treffe schon wieder das erste Gesicht. Stundenlang sitzen wir da und... ja... tun das, was wir immer tun: Reden. Ich hoffe, die Umarmung da zum Schluss wurde nicht missverstanden. Glaube aber nicht. Klar, irgendwann wird es vermutlich noch mal verdammt weh tun.
Na und? Momentan ist das alles schon so in Ordnung. Live for the moment.

Ich mag es, in der Nacht zu fahren. Klar, auf Landstraßen ist ein bisschen umständlicher, aber die Stadt ist schön. In der Nacht.

Ich fahre auf der Autobahn (-nonstop)
und höre mir die Musik an.
Die Melodie gefällt mir sehr,
mein Gasfuß der wird mächtig schwer.
Ich halte die Geschwindigkeit
denn mein Ziel ist nicht mehr weit.
Die Melodie bringt mich nach Haus -
ich krieg sie aus dem Kopf nicht raus.

Naaa, na na na na na, naaaa na na na na...

Freitag, 12. August 2005

Friede, Part II

Vielleicht ist Friede aber gar nicht so schlecht.
Wohler ist mir auf jeden Fall dabei als bei... diesem... Streit... aus-dem-Weg-gehen... was auch immer das genau war. Wir beide wussten es selbst nicht mal mehr.
Wesentlich wohler.
Eigentlich war es wieder so wie früher.
Nur... dass ich merke, wie wir doch immer wieder aneinander geraten.
In letzter Zeit sie an mich.
Heute fühlte sich das so richtig an.
Wir beide wollen das erhalten, diese Freundschaft.
Ich weiß nicht, ob dieser Zustand wieder lang anhält.
Jedenfalls hatte er wie gesagt ein gewaltiges Riesenstück von ganz früher parat.
Als das alles noch neu war.
Und doch war es anders. Mit mehr Hirn und weniger Herz.
Ein gutes Zeichen. Bittebittebitte...
Vielleicht will ich diese Freundschaft ja doch jetzt endlich.
Klar. Groß und wichtig, das wird es immer sein. Aber vielleicht findet jetzt langsam die Logik ihren Weg hinein.

Will sie umarmen, und stehe auf einer Stiege über ihr, und sie mahnt, ich soll runterkommen, so geht das ja doch nicht.
So viel kleiner...
Und ich grinse deswegen und steige hinunter und falle da hinein, in diese Arme, die aus unerfindlichen Gründen seit einem halben Jahr nicht mehr da waren. Nicht, weil ich sie liebe oder dergleichen.
Weil sie einfach so entsetzlich freundlich ist und wir doch wieder aneinander geraten.
Alles kann so schnell zu Brüche gehen.
Und ich will sie schon lösen, die Umarmung, aber sie will es noch nicht.

Jetzt ist er offiziell, der Friede, und ziemlich in Ordnung.

Ziemlich verdammt cool kuhl.

(Ja, und blablabla emotionaler Scheiß zum weiß-ich-nicht-wievielsten-Mal auf diesem Blog, ich hab auch was getrunken, also das schwingt hier eindeutig mit...)

Sonntag, 7. August 2005

Friede

Versöhnung. Friede.
zum 8000sten Mal.
Ich könnte ein Diagramm in Excel machen. Die ganzen Hochs und Tiefs der letzten beiden Jahre aufzeichnen. Ewiger Kreislauf.
Zwei Jahre.
Und immernoch ist es so... groß... und so wichtig für mich.
Gleichzeitig ist es unbedeutend und kindisch.

Verdammt viele Dinge ändern sich momentan. Ich denke, ich akzeptiere das einfach. Aber wie Quark es treffend gesagt hat:
"The more things change, the more they stay the same."

Sonntag, 19. Juni 2005

Veranda mit Blumen

Ich führe sie zu dem Holzzaun und sie öffnet das Tor, geht die Stufen hinauf, bleibt kurz stehen.
Folge ihr langsam.
"Danke."
Spiele mit den Blumen auf der Veranda und vermeide ihren Blick, mache ein lange Pause.
"Keine Ursache."
Ding-Dong
"Hallo, ich bin eure Tochter. Kennt ihr mich noch?"
Wir grinsen.
"Ich warte noch, bis du drinnen bist"
Denke: "Was für ein Sternenhimmel", vermeide immer noch den Blick.
...
"Danke, Gerald."
Nicke und winke. Verlasse so schnell wie möglich das Grundstück. Sie hat mich angesehen und das Winken erwidert.
Höre noch den Vater, wie er mit ihr spricht und wie sie antwortet.
Schließe die Autotür hinten rechts.
Nehme den Schlüssel und steige ein.
Schaue auf dieses rosa Haus mit den Blumen auf der Veranda.
Schüttle den Kopf, denke "Hier ist es also."
Im Haus brennt Licht.
"Was macht sie nur für Sachen."
Flüstere "Mach's gut" und
steige aufs Gaspedal.

Sonntag, 22. Mai 2005

Aufgewacht

Wären da nur nicht die Träume, die von Zeit zu Zeit auftreten und alles verschlimmern. Träume, die man nicht kontrollieren kann, denen man nicht sagen kann, dass man nicht träumen will, was man träumt. Weil es einen nach dem Aufwachen zurückwirft und die Realität die Laune gründlich verdirbt.

Montag, 18. April 2005

Warten

Wie immer. Auf einen Blick. In der Menschenmenge entdeckt. Aber es kam nicht. Verschwunden aus dem Blickfeld und ich sah hinab, solange hinterher, bis ich am liebsten hinterherspringen wollte.

Wie immer. Auf Post. Aber sie kam nicht. Wie schon so oft.

Immer soviel Zeit verbracht mit warten. So oft. Werde einfach nicht müde.

Montag, 21. März 2005

taub

Gar nichts geschieht, geht voran.
Gar nichts fühlt sich nach irgendetwas an.
Weder schwarz noch weiß und auch nicht grau.
Es hat einfach keine Farbe.
Ich fühle nichts.
Keine Trauer, keine Freude, keine Liebe.
Schlage nur die Zeit tot. Mit irgendwelchen Dingen.
Schon seit mehreren Tagen.

So werden also meine allerletzten Ferien ablaufen, in denen ich eigentlich noch soviel zu tun hätte.
Mir hätte nach feiern zumute sein sollen nach der Projektpräsentation letzte Woche.
So war es auch. Für ungefähr 30 Minuten. Dann war es wieder vorbei.
Ich konnte nicht feiern. Ich konnte mich auch nicht schlecht fühlen weil ich nicht feiern konnte.
Kann momentan gar nichts fühlen, so scheint es.
Bin taub. Allem und allen gegenüber.
Ich weiß nicht warum.
Aber es ist gar nicht so übel.

Donnerstag, 3. März 2005

ist es

die haare
die kleidung
die wangen
sie ist es
was soll ich tun
wie soll ich mich verhalten
darf ich genervt sein
traurig, glücklich, erleichtert
weil sie es ist
ich weiß nicht was ich fühlen soll
was ich tun soll
mit ihr sprechen
ihr aus dem weg gehen
sie sagt hallo
und lächelt
und ich tu's auch
denn anders ging es nie
wenn ich mit ihr spreche
bin ich aufdringlich
oder will sie das doch
sie sieht herüber
zweimal
treffen sich unsere blicke nur
und da ist etwas
tief drinnen bewegt sich etwas
es ist das herz
immer noch
das herz

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