"Ich hab eh nicht gewusst wie ich es dir sagen soll."
Nach dem 50-minütigem Telefonat währenddessen sie mit U-Bahn und Auto fährt und mein Handyakku den Geist fast aufgibt lege ich auf und starre irgendwohin. Starre, nur damit ich nicht zu lange denken kann. Starre und denke dennoch und will nicht denken.
Und später beschließe ich, mich zu betrinken. Das ist das einzige, was mir einfällt. Ich bekomme eine ganze Flasche voll aber ich gehe dann dennoch heim. Ich komme betrunken nach Hause und trinke daheim weiter.
Haha.
Ich will nicht. Nicht nicht nicht nicht.
Summer in the city, I'm so lonely lonely lonely
I've been hallucinating you, babe, at the backs of other women
And I tap on their shoulder and they turn around smiling
But there's no recognition in their eyes
Oh summer in the city means cleavage cleavage cleavage
And don't get me wrong, dear, in general I'm doing quite fine
It's just when it's summer in the city, and you're so long gone from the city
I start to miss you, baby, sometimes
When it's summer in the city
And you're so long gone from the city
I start to miss you, baby, sometimes
I start to miss you, baby, sometimes
I start to miss you, baby, sometimes
räbreie - 2009/09/13 02:13
Es ist schon merkwürdig. Ich spielte Mistkübel für einen Menschen. Und gestern war ich mit diesem Menschen, mit ihr, essen und spazieren. Sie wirkte wieder wie früher.
Und ich fühle nicht mehr das was ich früher fühlte. Ich bin misstrauisch. Auf Distanz. Ich habe mich verändert.
Ich bin nicht mehr ungezwungen in ihrer Nähe. Ich bin auch nicht glücklich in ihrer Nähe. Das ist alles wohl irgendwie... vorbei. Ich weiß nicht. Ist auf jeden Fall merkwürdig, sie so wieder zu sehen - so wie sie früher war. So ähnlich zumindest. Nach all dem was sie in den letzten Monaten getan hat. Das alles, was sie getan hat, hat mich glaube ich geprägt. So höre ich ihr zu und sie redet und redet. Während sie wohl glaube ich langsam begreift, was sie überhaupt getan hat mit mir und es ihr leid tut, sie deswegen soviel redet. Sie sagt am Telefon, ich krieg es ab. Alles. Das stimmt allerdings. Ich war diese Rolle schon so... gewohnt... Ich hoffe, das was sie vorhat, klappt. Und wir gehen getrennte Wege. Das tut mir sicher gut. So können wir vielleicht auch Freunde sein. Auch wenn ich derzeit keine Lust verspüre, mich für diese Freundschaft anzustrengen. Das hab ich schon genug, und es wurde ausgenutzt. Ich wäre gespannt zu sehen, was SIE für Anstrengungen unternimmt... Sie ist längst nicht mehr das, was sie mal war. Sie ist jemand ganz anderes. Auch wenn sie nur bedingt etwas dafür kann. Aber ich habe mein Vertrauen in sie wohl eher verloren und werde mich ein wenig verschließen.
Es wird merkwürdig sein, wenn wirklich alles so geschieht... Veränderungen.
The times, they are a-changin'.
Ich höre jemandem zu der sehr gerne redet und auch gerne herumspinnt, und dieser männliche Jemand sagt dass er eine Beziehung will mit einer Frau, die nicht herumspinnt.
Ich höre jemandem zu der eine Pizza isst und mir dabei gegenüber sitzt. Wir sind alte Freunde und bleiben es wohl auch noch sehr sehr lange. Oft kommt es einem derzeit vor als wären wir verheiratet, so oft wie wir zwei zusammen irgendwo hin fahren oder -gehen. Sie symbolisiert für mich Heimat und Vertrautheit, was schon oft gegen die Großstadt geholfen hat. Sie war immer Trost. Und ich glaube, dass wir alle beide eifersüchtig wären, wenn der andere vergeben wäre.
Ich höre jemandem zu den ich noch nicht lange kenne, aber jeden Tag ein wenig mehr kennen lernen will. Dieser weibliche Jemand ist ein wenig verrückt, so wie ich. Auf die gleiche Art und Weise verrückt. Sie hätte dieses wundervolle Potenzial, dass man mit ihr in seiner eigenen kleinen Welt leben kann. Man verwendet Insider-Ausdrücke, man hat die verrückesten ideen, und sie entstehen nur weil man zu zweit über etwas nachdenkt und dabei zuviel Fantasie hat. Das wirkt ungeheuer anziehend. Sie bringt mich zum Lachen, mit ihrer/unserer kleinen Welt.
Sie ist sehr süß. Irgendwie bin ich süchtig danach. Nach dieser ganzen Sache, die wir da angefangen haben. Ich bin süchtig danach, mit ihr tagsüber diese blödsinnigen Ideen zu spinnen, ich bin süchtig nach ihrer Gesellschaft, danach mit ihr zu tun zu haben. Ich glaube, ich bin wohl süchtig nach IHR.
Scheiße. Was mach ich da nur schon wieder...
Aber ich glaube, dieses Mal krieg ich es vielleicht in den Griff. Obwohl es mir jetzt schon schwer fällt. Und ich Angst habe dass es vielleicht schon zu spät sein könnte für mich.
Hm. Nun ja. Besser als Mistkübel-spielen ist es aber auf jeden Fall.
räbreie - 2009/08/29 02:07
Sie telefoniert. Ich beginne, die Serviette vor mir in kleine Futzerl zu reißen und sie mit den Futzerln zu bewerfen. Sie rächt sich sofort mit größeren Futzerln, während sie telefoniert. Eines meiner Futzerl trifft sogar in ihren Ausschnitt und sie sieht mich, mit dem Handy am Ohr, überrascht an und nimmt sofort das allergrößte Futzerl das sie findet. (Es ist eigentlich fast die ganze Serviette) Als wir gegangen sind, sagt sie, dass ich den ganzen Tag so gemein bin, und das, obwohl sie eh so müde ist. Die letzten beiden Stunden beschwerte sie sich schon darüber, dass es regnet, und das, obwohl sie eh so müde ist, dass ein großer, schwerer Regentropfen sie direkt am Augenlid traf , und das, obwohl sie eh so müde ist, dass wir herumlatschen müssen, und das, obwohl sie eh so müde ist. Jedes mal nach einem "...obwohl ich eh heute so müde bin" schafft sie es vielleicht drei Sekunden lang, ernst dreinzuschaun bevor sie zu lächeln beginnt und mich ansieht. Irgendwann mal werd ich noch mal einfach tot umfallen wenn sie das tut. Ich kann mir das richtig vorstellen: Noch einmal dieses Lächeln und Bamm - ich liege da und rühr mich nicht mehr.
Herzinfarkt aufgrund von Verstrahlung durch umwerfendes Lächeln.
Dann muss sie mich wiederbeleben - und das, obwohl sie eh so müde ist.
Als wir uns verabschieden, sagt sie diesen Satz, den ich ihr immer sage. Beim ersten Mal war das glaube ich, als ich sie im Krankenhaus besuchte, vor einem Jahr. "Halt die Ohren steif", lautet dieser Satz. Keine Ahnung wie ich darauf gekommen bin damals, aber seitdem ist das wohl sowas wie unserer kleiner persönlicher Trost-Satz. Der Ich-verabschiede-mich-jetzt-aber-du-stehst-das-was-vor-dir-liegt-schon-durch-auch-wenn-ich-gerade-nicht-da-bin-denn-ich-denke-an-dich-Satz. Ich stehe auf. Sie sitzt und winkt mir zu. Ich winke zurück. Einer von uns beiden schickt dem anderen, wenn wir dann ein paar Minuten alleine sind unter der Menschenmenge, nach solchen Verabschiedungen meistens noch eine SMS - warum, das weiß ich auch nicht. Vermutlich, weil wir uns nie wirklich fertig voneinander verabschiedet fühlen. Die SMS kommt, als ich in der anderen U-Bahn sitze.
Ja, ich versuchs. Ohne dich ist das schwer, aber ich halt die Ohren steif, dirzuliebe. Weil du es mir gesagt hast. Weil du dort gesessen bist und mir gewunken hast, während ich aufstand und zurückgewunken habe. Während mir deine Stimme, die den Satz sagt, im Kopf blieb und Trost spendete. Den ganzen, verdammten Freitag den Dreizehnten.
räbreie - 2009/03/13 22:02