Mittwoch, 15. Februar 2006

Breakdown

Wenn ich daran denke, wie beschissen es früher war, einmal in der Woche bis drei Uhr nachmittags in der Schule sein zu müssen.

In den letzten beiden Tagen hatte ich insgesamt 25 Stunden Dienst.
Langsam aber sicher dreh ich durch.

Donnerstag, 9. Februar 2006

Einsatz mit Hindernissen

Zweieinhalb Überstunden wegen des peinlichsten Einsatzes in der Geschichte des niederösterreichischen roten Kreuzes.

Wir waren mit einer Patientin beim Arzt und warteten im Wartezimmer. Es war schon halbdunkel. Plötzlich gab es einen Notfall in der Nähe. "Bewusstlosigkeit" hieß es am Telefon von der Leitstelle. "Fahrt hin, der Notarzt ist schon unterwegs."

Wir rannten hinaus, zum Auto, Blaulicht an, schnell schnell, wir müssen umdrehen, der Notfall ist in der entgegengesetzten Richtung.

Ich, in meiner unglaublichen Weisheit, fahre 20 Meter von der Ordination des besagten Doktors entfernt mit Vollgas zur nächstbesten Hauseinfahrt, bremse, lege den Rückwärtsgang ein...

und stecke in einem Schneehaufen fest.

Ich kann nicht vor und nicht zurück. Die Räder drehen durch.

Der Rest ist schnell erzählt.

Abscheppseil, viele Autos die vorbeiwollen, Dunkelheit, Hilfsbereitschaft von Passanten, Telefonate mit Leitstelle und Chef, Feuerwehr holen...?, dann mit vereinten Kräften von zwei Herren, einer Dame und meinem Sani-Kollegen endlich wieder normaler Boden unter den Füßen... äh... den Rädern.

Dank der Freundlichkeit der Menschen kamen wir frei.

Was dämlicheres kann man gar nicht machen als Rettungsfahrer. Die Kollegen auf der Leitstelle werden sich totgelacht haben. Mittlerweile finde ich es auch lustig. Momentan war es aber weniger zum Lachen.

Und der bewusstlose Mann, weswegen das alles geschehen ist? Fehlalarm! Gar nichts war. Der Notarzt hat den Einsatz abgebrochen.

Bei unserem Einsatz schrieb die Leitstelle: "Einsatz abgebrochen wegen Schlechtwetter".

Es gibt vermutlich keinen Code für "Einsatz abgebrochen wegen Dummheit"

Mittwoch, 1. Februar 2006

Dinge, die entsetzlich sind Part 2

  • die Kinderstation im AKH zu sehen.
  • an seinem freien Tag angerufen zu werden um doch noch zum Dienst zu erscheinen.
  • Irgendwie kein echtes Leben mehr zu haben, das nicht nur aus "ich-muss-jetzt-dorthin-fahren" besteht. Keine Menschen mehr zu sehen, die man früher so oft sah. Zeitweise deshalb andauernd das Gefühl haben, allein zu sein. Zeitweise deshalb das Gefühl haben, alle irgendwie zu verlieren.
(Part 1)

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